„public entrance“ von Mischa Kuball - Referenzen

Public entrance war ein ortsspezifisches Projekt für die Art Cologne, Köln 2004:

Die Instalation public entrance griff die besondere Situation des Eingangs zu den Rheinhallen während des Kölner Kunstmarktes art cologne auf.
Zwischen 50-70 Tausend interessierte Besucher strömten in die Messe und passierten zu
einem großen Teil die Eingangssituation.
 
In Zusammenarbeit mit der Köln Messe und dem MedienKunstArchiv, Köln, kam es zu einer Kooperation mit dem Ziel, eine besondere Installation zu schaffen, die der Spezifik
des Publikums und seinen hohen Erwartungen an eine internationale Kunstmesse gerecht
werden sollte.
Public entrance wurde danach 2005/2006 im Museum Neue Kunst / ZKM Zentrum für
Kunst und Medientechnologie, in Karlsruhe gezeigt

Die Installation:

    Public entrance thematisiert auf mehrfacher Ebene den Bedeutungswandel des Besuchers/Sammlers/Rezipienten:
  • Ein roter Teppich signalisiert weithin den Stellenwert des Besuchers/aller Besucher als VIP im Kontext der Messe.
  • Eine 'Lichtdurchflutete Schleuse' (die am Ende leicht konisch zuläuft) verdichtet den Eindruck des Besonderen, des Erhabenen ­ das 'normale Betreten' der Messe wird mit weissem Licht inszeniert ­ dramatisiert: 'Verfolgerschein-werfer' bilden klar umrissene Lichtkegel und ­kreise, die das Gehen zum Schreiten werden lassen.
  • Das Licht bewegt sich unabhängig von der Fluktuation der Besucher und bildet parallel zur Energie des Zustroms eine eigene Dynamik aus.
  • Die Schleuse durchdringt das Außen und das Innen, schafft so eine neuartige Verbindung. Die Installation zeigt aber auch die Grenzen der Inszenierung auf, indem im Innenbereich die normalen bisherigen Logistikeinrichtungen existieren.
  • desweiteren wird darüber nachgedacht, die sich in der public entrance Installation abspielenden Situationen per Videotransfer in Echtzeit an einen anderen Ort zu übertragen und sinnvollerweise angedockt an die Präsentation von MedienKunstArchiv und des Videoarchivs, so dass die Aussen-Installation einen weiteren Übertrag in den Innenbereich der Messe erfährt.
  • Auch wäre eine Erweiterung der Sichtbarkeit der Installation über eine webcam denkbar, die in Form von Datenkom-primierung alle 5 sec. Bilder ins Netz auf eine eigens dafür eingerichtete homepage stellt. (z.B. unter »www.public-entrance.com)

Im Prinzip stellt die Installation public entrance den normalen Vorgang des Ankommens (und Weggehens) in den Vordergrund und nutzt dabei eingeführte Medien zur Verstärkung einer Alltäglichkeit ­ der rote Teppich, das Licht die Schleuse ­ und eben auch die Kamera zur Übertragung, sind durch die Massenmedien gelernte Attribute öffentlicher Inszenierung von Macht und öffentlicher Präsenz.

Wer den public entrance durchschreitet betreibt eben auch ein wenig 'public exposure' ...

public entrance, Kunstraum Oranienburger 2007

Parallel zum Kunstherbst Berlin plant der Förderverein Kunstraum Oranienburger e.V. zum zweiten Mal die Durchführung eines Kunstprojekts im öffentlichen Raum der Oranienburger Strasse in Berlin-Mitte.
Ziel dieses bürgerschaftlichen Engagements ist die Förderung von zeitgenössicher Kunst mit neuen Medien im öffentlichen Raum und Entwicklung der Oranienburger Strasse zu einem weiteren Kunststandort Berlins. Damit wird ein Beitrag zur kulturellen, internationalen Strahlkraft der Hauptstadt geleistet.
Förderer Berlins und der zeitgenössischen Kunst, diejenigen, die im Umfeld der Oranienburger Strasse leben und arbeiten sind herzlich eingeladen, dieses Projekt zu unterstützen.
 
Weitere Informationen unter: »www.kunstraum-oranienburger.de

public entrance, Referenzprojekte:

  • Marcel Broodthaers L'Entrée de l'exposition,
    Kunstmuseum Basel 1974
  • Mischa Kuball Light Sluice
    Palazzo Triennale Milano 2001
  • Mischa Kuball public katharsis
    Christiansborg Slotsplads Copenhagen 2002
  • Mischa Kuball public stage
    Museum Moritzburg Halle 2000
  • Mischa Kuball 'public entrance'
    Museum Neue Kunst / ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe 2005/2006
Weitere Informationen unter »www.kuball-art.de

Idee
Oktober 2007:"public entrance"
"public entrance" Referenzen
Okt 2006: "iballs"
Fotos 'iball'
Die Oranienburger Straße und ihre Nachbarn
Initiatore, Partner und Sponsoren
Impressum